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Im
Jahr1944 war ich vierzehn. Ich hatte keine Ausbildung. Meine Ausbildung
bestand darin, die Schule überlebt zu haben. Ich bekam meinen ersten
Arbeitsplatz, als ich dreizehn war, und an meinem vierzehnten Geburtstag
fing ich dort mit der Arbeit an. Ich arbeitete in den Stahlwerken von Scunthorpe
in Lincolnshire, und ich war immer noch einfach ein junges Mädchen,
und alles, was ich wusste, waren Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben und
Rechnen. Ich konnte ein bisschen lesen, ich konnte ein bisschen schreiben
und ich konnte ein bisschen rechnen.
So begann ich nun in den Lycite-Stahlwerken. Mein
Vater arbeitete dort, mein Bruder arbeitete dort, und wir alle arbeiteten
mit diesem ekelhaften Zeug .......; hier nennt man es 'Basic'; es ist ein
Nebenprodukt von Stahl, der Staub von der Schlacke. Ich war, was man 'Karren-Mädchen'
nannte, mit einer Karre wie der von einem Gepäckträger,
ich war eine von ihnen. Oh, es gab viele von uns Kindern, alle vierzehn,
vielleicht waren manche fünfzehn, die gewöhnlich morgens um halb
acht zur Arbeit gingen. Wir stiegen alle in den werkeigenen Bus ein mit
unseren Overalls, also dem Arbeitsanzug, mit unserem Rucksack auf
dem Rücken, mit der Flasche mit kaltem Tee und unseren mit gebackenen
Bohnen belegten Broten, wenn wir Glück hatten (falls nicht, dann gab
es nur Brot und Schweineschmalz und solches Zeug). Es gab ja nie einen
Apfel oder irgend so etwas.
Man steigt
also in diesen Bus ein mit all diesen anderen Kindern, morgens um halb
acht, und dann ist da der Bus abends um halb sechs, um nach Hause zu kommen.
Der Unterschied bestand darin, dass wir dann abends, wenn wir nach Hause
kamen, ganz voller Staub waren. Er war in deiner Nase. Er war in deinen
Augen. Dein Haar war steif und schwarz davon, und er war in den Mundwinkeln.
Er war in den Ohren, einfach überall, wo immer eine Vertiefung war,
da war Staub. Und wenn wir nach Hause kamen, dann war da natürlich
kein fließendes Wasser, das einfach aus dem Wasserhahn kommt (für
mehr Informationen über mein Zuhause, bitte hier
klicken). Man konnte nicht einfach ins Bad gehen, sich duschen
und das Haar waschen oder so; wir haben einfach nur das Haar gut ausgebürstet.
Und bevor wir dann am Abend mit unseren Kameradinnen ausgingen, haben wir
uns in einem Waschbecken gründlich gewaschen. Tja ..... und wir bekamen
dreißig Schilling pro Woche, und mein Vater gab mir dann
gewöhnlich zweieinhalb Schillinge davon, doch ich hatte eigentlich
Glück, denn einige meiner Kameradinnen hatten mit ihren Eltern ziemliche
Schwierigkeiten.
Und die Arbeit?
Zum Verrücktwerden. Man muss sich eine ungeheuer große
Fläche vorstellen, wie aus Beton, und daneben Eisenbahnschienen und
diese offenen Güterwagen, und in diesen Wagons waren zwei Burschen.
Dort arbeitete nämlich mein großer Bruder, er war beim Beladen
beschäftigt. Auf der anderen Seite war der Schacht, und aus
dieser Lüftungsöffnung heraus kam ein Rohr steil vom Himmel
herunter mit einem großen Verschlussbügel. Der Schachtarbeiter
spannte einen Sack vor die Rohröffnung, klemmte den Sack fest, zog
an einem Hebel, und all dieser heiße, stinkende Metall-Schlackenstaub
füllte diesen Sack. Und dann kamen wir Karrenmädchen mit unseren
Karren, schoben sie unter diesen Sack, lösten den Verschlussbügel,
zogen den Sack auf den Karren und schoben den Karren diese Betonrampe hinunter.
Oh, und manchmal fiel der verfluchte Sack herunter, wenn er halb voll war,
und dann dieser Staub, die Luft war ganz voll davon. Die Säcke waren
aus Jute und er Staub quoll nur so aus ihnen heraus.
Wir waren zehn, zwölf Mädchen bei dieser Arbeit.
Ja ... zwölf Schilling pro Woche bekamen wir dafür. Ich konnte
einen dieser Säcke aufladen, aber ich konnte ihn nicht tragen. Ich
schätze, sie wogen so um die 50 bis 56 Pfund. Wir standen Schlange
an diesem Zementblock. Und dann waren da diese älteren Frauen, Erwachsene,
einige von ihnen fast dreißig. Sie hatten solche großen Nadeln
mit Schnur, und sie stachen damit durch die Sacköffnung, um sie zu
verschließen, und der Sack hatte dann zwei überstehende Enden.
Dann kamen die Karrenmädchen; sie holten einen Sack ab und schoben
ihn bis zu einer Rampe, die sich seitlich neben einem Eisenbahn-Wagon befand.
Wir schoben unsere Karre diese Rampe hinauf, und der Bursche im Wagon nahm
dann den Sack von der Karre herunter auf seine Schultern. Drinnen stapelte
er die Säcke, und wenn der Wagon voll war, gingen wir zum nächsten.
Und das tagaus, tagein, den ganzen Tag lang, die ganze Woche.
Wenn Sie wissen wollen, was ich machte, als ich schließlich aus
den Stahlwerken herauskam, dann klicken Sie bitte
hier. Dot Baker
3 Mai, 1996
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