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Johns Geschichte

 Pom-Pom Gewehre und Scharlachfieber.

Photograph of young JohnIch war erst sechs zu der Zeit des schlimmsten Luftangriffs auf Coventry. In der Nacht des 14. Novembers 1940 lag ich mit Scharlachfieber im Krankenhaus.
 

Es war ein Quarantäne-Krankenhaus mit gut getrennten Stationen und mit freiem Raum dazwischen.. Während des Angriffes schlug eine Spätzünder-Bombe nahe genug bei meiner Station ein, so dass entschieden wurde, uns auf eine andere Station zu verlegen, und das sogar noch während des Luftangriffs.

Ich erinnere mich, dass ich  von einem Soldaten getragen wurde,  und an das Glühen am Himmel von den Bränden in der Stadtmitte.

Plötzlich hörten wir das "woooosch" einer fallenden Bombe und tauchten schnell unter einen Busch und der Soldat schützte mich mit seinem Körper, bevor wir zur neuen Station weitergingen. Mit der typischen Unbekümmertheit von Kindern schlief ich wieder ein und am Morgen endeckten wir, dass die benachbarte Station einen direkten Treffer bekommen hatte,  und ich erinnere mich an die verbogenen Dachträger, die einzig vom Dach übrig geblieben waren..

Coventry wurde mit Sperrballons verteidigt, die dazu da waren, die Angreifer auf einer angemessenen Höhe für die Flak zu halten. Das Standard-Marine-Flakgeschütz war damals die sogenannte "Bofors-Kanone", die  eine mehrläufige Kanone mit einem charakteristischem Geräusch war; sie war deshalb bekannt als "Bumm-Bumm". Sie wurden in der Stadt hergestellt und die Fabrik, die sie produzierte, hatte eine Geschütz-Batterie auf dem Dach. Das Geräusch dieser Geschütze, so weit vom Meer entfernt,  überraschte manch einen Seemann in der Stadt während  eines Luftangriffes.
 

John Richardson
Juli 1997

(Übersetzt von Mine,  Kl. 11a-2000,  Anna-Essinger-Gymnasium Ulm, Germany)

 


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