Dies
geschah bei einem Angriff von einem einzigen deutschen Flugzeug am helllichten
Tag, und als ich auf meinem Weg durch die Straßen in Richtung Warden`s
Post war, hörte ich das Rattern von Maschinengewehrfeuer, und ich sah
über den Dächern der Häuser in einiger Entfernung ein feindliches
Flugzeug, das das Siddeley-Flugzeugmotorenfabrik beschoss.
Ich muss jetzt dieser Beschreibung die meines verstorbenen Ehemannes hinzufügen, der berichtete, was innerhalb der Siddeley-Flugzeugmotorenfabrik an diesem Tag passierte. Damals war es seine Arbeit, die Motoren der verunglückten Flugzeuge zu untersuchen, und genau in diesem Augenblick war er gerade dabei, einen Motor zu testen (natürlich hatte er Ohrenstöpsel in den Ohren, und daher konnte er nichts von dem Motorengeräusch über der Fabrik hören - um sich mit anderen zu verständigen, wurden Zeichen und Gesichtsmimik benutzt), als er plötzlich sah, wie eine Linie von Löchern in der Wand entstand. Er gab dem verantwortlichen Vorarbeiter einen Schups und mimte die Frage "was ist das?" und zeigte dabei auf die Wand. - Die unmittelbare Antwort lautete "Oh mein Gott! Ein Luftangriff!" und er machte hastig alle Schalter aus, und sie stürzten Hals über Kopf in den Luftschutzkeller. Übrigens war ich schon Jahre mit ihm verheiratet, und der Krieg war schon fast vergessen, als er mir einmal diese amüsante Geschichte erzählte. (Übersetzt von Amelie, Jg.12-2000, Anna-Essinger-Gymnasium Ulm, Germany ) Mary Bills (nee Richardson) |