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Angelas Geschichte

Die Zerstörung von Dresden

13. Februar 1945. Ich war 8 Jahre alt. Die Schulen waren geschlossen. Restaurants und Bahnhöfe waren voll bis obenhin mit Flüchtlingen und Verwundeten. Es war Faschingsdienstag. Ein fröhlicher Tag, ähnlich wie "Mardi Gras" in New Orleans.

Aber wir hatten sehr wenig oder gar nichts zu essen und viele Flüchtlinge drängten nach Dresden hinein auf der Flucht vor der anrückenden russischen Armee und ließen alles hinter sich.

Sie suchten nach einem sicheren Ort, bis der Krieg zu Ende war. Das war ein fataler Fehler.

 

Es war etwa 21.30 Uhr. Mein kleiner Bruder und ich waren im Schlafzimmer, welches mit dunkelgrünen Stoffen verhängt war, sodass kein Licht von draußen gesehen werden konnte. Ich bemerkte, dass es draußen sehr hell war. So hell, dass man ohne Schwierigkeiten Zeitung lesen konnte. Ich stand auf, um zu meiner Mutter zu gehen, die Radio hörte. Sie hörte BBC, was "illegal" war. Wir sollten nicht wissen, was im Krieg vor sich ging, denn nur was die örtlichen, kontrollierten Radiosender uns erzählten, war erlaubt.

 

Plötzlich fing das Wohnhaus an zu wackeln, Bomben fielen überall um uns herum, und so wie bei den Übungen vorher sprangen wir in unsere "Trainingsanzüge", schnappten uns unseren Rucksack (eine Tasche, die meine Mutter für uns Kinder gepackt hatte, falls wir vor der Russischen Armee fliehen mussten) und gingen mit den anderen aus dem Haus in den Keller. Bomben fielen überall um uns herum und das Haus wackelte und vibrierte. Dies dauerte etwa eine halbe Stunde. Als wir wieder aus dem Keller hervor kamen, musste meine Mutter als Luftschutzbeauftragte anderen Leuten helfen, deren Häuser brannten. Unseres stand zwar noch, aber alle Fenster waren herausgesprengt und unsere Vorhänge aus dem zweiten Stock hingen in Fetzen bis auf die Straße. Fast alle Mietshäuser in unserer Straße wurden von den Flammen vollständig verschlungen. Plötzlich hörte ich westlich von uns eine einzelne Sirene.

 

Meine Mutter kam wieder und wir gingen alle in den Keller zurück. Wir wollten nun dort raus, meine Mutter nahm Decken und Tücher und tauchte sie in eine Wanne mit Wasser, die dafür vorgesehen war. Wir wickelten sie um unsere Körper und Köpfe, um die Flamme und die Asche nicht zu uns vordringen zu lassen, und wir gingen auf unsere Schule zu. Ich werde diesen Anblick nie vergessen, jedes Gebäude sah aus wie glühende Kohle, und die Stahlgitter leuchteten in dunklem Rot. Wir sahen Teile des "Feuersturms" über uns und mussten zurückweichen. Wir blieben während des zweiten Angriffs in der Schule, umgeben von verwundeten Soldaten. Am nächsten Morgen gingen meine Mutter und ein Nachbar zurück zu unserem Haus, und es war total in sich zusammengestürzt. Meine Mutter hinterließ eine Nachricht auf der Ruine, wie viele andere Leute auch, für den Fall, dass und jemand suchte, nur um sie wissen zu lassen, das wir noch am Leben waren. Wir wussten nicht, wohin wir gehen sollten, außer für den Moment zurück zur Schule.

 

Hunderte, Tausende Menschen verließen die brennende Stadt auf der Suche nach Sicherheit. Die Hauptstraße war in der Nähe, also schlossen wir uns an in der Hoffnung, dass die Gefahr vorüber war. Sie war es nicht, aber lesen Sie weiteres hier.

 

Angela
23.März 2003

Schließlich zog Angela in die USA und starb im September 2004

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Translation by class 11a of Buigen-Gymnasium in Herbrechtingen

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